Vertreter der israelischen Botschaft diskutierte mit Schülerstudierenden
Am Montag, den 28. Februar 2011, war Asaf Ichilevich, erster Sekretär der israelischen Botschaft, zu Gast im Berufskolleg Neandertal. Eingeladen hatten ihn die Schülerstudierenden der Höheren Handelsschule, um mit ihm zum einen über ihre Untersuchungsergebnisse zum Umgang mit religiösen Minderheiten in Deutschland und die daraus resultierenden Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland zum Staat Israel zu diskutieren.
Israel ist für die meisten noch heute eine unbekannte Größe. Das Bild wird durch die Berichte über Terroranschläge arabischer Fanatiker und Auseinandersetzungen mit den palästinensischen Nachbarn stark geprägt. So war die erste erstaunliche Information von Herrn Icihlevich , dass es ein ausgesprochen aktives kulturelles und gesellschaftliches Leben in Israel gibt. Tel Aviv stehe Berlin in Punkto „Party-Stadt“ in wenig nach.
Außerdem stellte er Israel als Standort für High Tech-Forschung und die Entwicklung landwirtschaftlicher Bewässerungssysteme vor – mit hervorragenden Kontakten zur deutschen Wirtschaft und Wissenschaft. Dieser Aspekt wurde von Herrn Günther mit großem Interesse wahrgenommen.
Den typischen Israeli charakterisierte Herr Ichilevich als „Traditionalist“, für den zwar Religion eine Rolle spielt, der aber eben auch oft sehr pragmatisch mit religiösen Vorgaben umgeht. Es besteht Religionsfreiheit und arabisch stämmige, oft moslemische Israelis verfügen über dieselben Bürgerrechte wie jüdische und christliche. Das Zusammenleben der Religionen sei weitgehend unproblematisch, allerdings spiele der Konflikt mit den arabischen Nachbarn schon ein gewisse Rolle.
Durch eine intensive Vorfeld-Arbeit bei der Kontrolle Einreisewilliger – Frau Noll sprach in diesem Zusammenhang von „Profiling“ - ist die Sicherheitslage in Israel recht hoch. Die Zahl der Touristen steigt kontinuierlich, wobei neben religiös motivierten Reisen ins „Heilige Land“ auch kulturell interessierte Besucher eine zunehmend wichtigere Rolle spielen.
Die Schülerstudierenden warteten in der über zweistündigen Veranstaltung auch mit kritischen Fragen zum Umgang mit den Palästinensern oder zu Reaktionen auf Provokationen wie die sogenannte „Gaza-Flotte“ auf. Es war ein Gespräch unter Freunden, die nachfragten, um den anderen besser verstehen zu können.
Am Ende lud Herr Ichilevich die Schülerstudierenden nach Israel ein und regte eine Kooperation mit israelischen Einrichtungen ein. Frau Noll, die sich ebenfalls beeindruckt zeigte, schlug vor, dass die Klasse sie in Berlin besuchen solle und verwies auf ein entsprechendes Besuchsprogramm des deutschen Bundestages.


















