gespiegelt
Wie setzen Tischlerinnen und Tischler im zweiten Ausbildungsjahr dieses Thema in einem Kleinmöbel um? Am Mittwoch der Vorwoche ging es mit der Bekanntgabe des Themas und ersten Ideen in die Projektwoche. Unterstützt vom Designberater des Fachverbandes tischler nrw, Herrn Hans-Christoph Bittner.
Bis zum Montag, dem Start in die eigentliche Projektwoche, konnten erste Entwurfsideen Gestalt annehmen, um detaillierter planen zu können. Nach diesen Vorarbeiten am Montag und Dienstag im Berufskolleg, erfolgte am Mittwoch und Donnerstag die Umsetzung in den jeweiligen Ausbildungsbetrieben. Freitag wurden die Ergebnisse präsentiert.
Dabei waren der Ideenreichtum und das Engagement offensichtlich. Der Obermeister der Tischlerinnung, Frank Czasny verwies auf die vielen Möglichkeiten, die in diesem Ausbildungsbestandteil stecken und die sich in den Ergebnissen bestätigen.
Fotos von Projekteinstieg und Plaunung
In zwei Kategorien wurden Preise verliehen:
Preisträger im Wettbewerb um die Schraube in Edelmetall, die
Handwerkliche Qualität, die von allen Auszubildenden bewertet wurden, sind:
Schraube in Bronze (3. Platz) für:
Markus Böhm, Tischlerei Roland Streit, Mettmann
Eine Schmuckschatulle, die mit der Symmetrie spielt. Der Nutzer ist herausgefordet, den als Tür konzipierten Spiegel wieder ins Zentrum zu schieben, da die außermittig in die Schubkastenvorderstücke eingebohrten Grifflöcher ansonsten die Ordnung stören.
Schraube in Silber (2. Platz) für:
Marcel Stockbrink, Bau- und Möbelschreinerei Jürgen und Frank Nicolay, Erkrath
Eine weiße Schatulle in Würfelform, waagerecht durch mahagonirote Schichten gegliedert, versteckt die Funktion geschickt: Erst durch Verdrehung einer der beiden mit Kreuzfugen ausgearbeiteten Deckel lässt dieser sich abnehmen und offenbart ein Fach. Genauso funktioniert der Würfel, wenn er auf dem Kopf steht.
Schraube in Gold (1. Platz) für:
Mathias Gropp, Schreinerei Stefan Bruckhaus, Velbert
Geschweifte Stollen bilden die Beine der zwei baugleichen Beistelltische, deren Platten und Zargen einen Korpus formen und in Längsrichtung magnetisch zu koppeln sind. Durch Variation der Anordnung kann mit den Zwillingen gespielt werden.
Die Preisträger der Schraube in Edelmetall vlnr.: Mathias Gropp, Marcel Stockbrink und Markus Böhm

Preisträger im Wettbewerb um den Bergischen Löwen, der
Designqualität, die durch Tischlermeister Ralf Scharf und Markus Schink, beide ausgebildete Gestalter im Handwerk und Dipl.-Des. Markus Krebber beurteilt wurden, sind:
Bergischer Löwe in Bronze (3. Platz) für:
Mathias Gropp, Schreinerei Stefan Bruckhaus, Velbert
(siehe oben)
Bergischer Löwe in Silber (2. Platz) für:
David Schniewind, estArte GmbH, Ratingen
An einer horizontalen Ebene gespiegelt, durchdringt die schwarze vierseitige Pyramide ihr weißes, fast transparentes Abbild an der Spitze. Von dieser Schnittstelle aus wird der aufgesetzte Acrylglastrichters beleuchtet.
Bergischer Löwe in Gold (1. Platz) für:
Felix Haude, Möbel und Innenausbau Thorsten Bauch GmbH, Mettmann
Aus Spaß an der Technik wird ein Beistelltisch: Zur Wabenform verdoppelt, scheint es nur, als würde der formverleimte Bügel in der mittigen Ablage aus Acrylglas auf sein Spiegelbild treffen - Ein raffiniertes Spiel mit Transparenz und Reflektion.
Die Preisträger des Bergischen Löwen vlnr.: Mathias Gropp, David Schniewind, Felix Haude
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