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lautete das Thema der Projektwoche der Tischerinnen und Tischler des zweiten Ausbildungsjahres im März 2007. Ein Blickfang kann durch unterschiedliche gestalterische Mittel erzeugt werden. Die Überraschung die einen schweifenden Blick fesselt, kann z. B. durch eine Variation des Bekannten in Form, Farbe, Kontrast, Größe, Ausrichtung und Position eintreten.
In der Vorwoche wurde das Thema bekanntgegeben und unter der sachkundigen Leitung des Formgebungsberaters vom Fachverband tischler nrw, Herr Dipl.-Ing. M. Kiepe glückte der Einstieg.
Nach einer Gestaltungsübung im zweidimensionalen Bereich schlossen sich die ersten Entwurfsversuche bei der Umsetzung in ein Kleinmöbel an.
Im Anschluss an die zweitägige Planung im Berufskolleg und ebenso langer Fertigung in den jeweiligen Ausbildungsbetrieben wurden die Ergebnisse zum Ende der Woche präsentiert. Dabei konnte sich die Öffentlichkeit vom Engagement und der intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema überzeugen.
In zwei Kategorieen wurden Preise verliehen:
handwerkliche Qualität, von den Auszubildenden selbst bewertet:
2 mal Schraube in Silber (2. Platz) für:
Marc Maylahn, Tischlerei Dirk Niemeier GmbH, Hilden
Die zwei versetzt angeordneten weißen Korpusse werden farbig kontrastreich von der orangen Ablage im rechten Winkel zusammengehalten. Ein Zierelement an einer der Türen nimmt Farbe und Struktur der Abdeckung auf. Ein ähnliches Detail hätte auch als Grifflösung überzeugt. Sauberes Finish und Detailgenauigkeit zeugen von handwerklicher Sorgfalt.
und für:
Kevin Loos, Tischlerei Jürgen Thomaßen, Velbert
Die waagerechte Orientierung des weißen Hängeschrankes wird von der zentrierten hochrechteckigen Spiegelfläche durchbrochen. Sie wird flankiert von zwei Fächern hinter Rahmetüren mit Glasfüllung. Der Spiegel ist horizontal verschiebbar und bietet so Zugriff auf ein zusätzliches Fach. Eine weniger symmetrische Aufteilung hätte noch mehr Spannung erzeugt. Nicht zuletzt die Gängigkeit der Schiebetür ist eine "silberne Schraube" wert.
Schraube in Gold (1. Platz) für:
Markus Ljachowski, AWO Bildungszentrum gGmbH , Düsseldorf
Der "Thron" aus Massivholz ist an eine archaische Formensprache angelehnt. Die Konturen der einzelnen Bauteile bestimmen die Gestalt. Sorgfältige Ausführung und Passgenauigkeit überzeugten die bewertenden Mitschüler.
gestalterische Qualität, von externen Gestaltungsexperten beurteilt:
Bergischer Löwe in Bronze (3. Platz) für:
Sascha Nickel, Bau- und Möbeltischlerei Bernhard Hetzel, Heiligenhaus
Minimaler Materialeinsatz bietet ausreichend Ablagefläche. Die formal und farblich getrennten Teilstücke nehmen durch die Verzahnung dennnoch Bezug aufeinander. Durch die leichte Trapezform der Böden erscheinen die Elemente einander "zugeneigt". Eine freie Wandmontage ohne Rückwand könnte die Interaktion der Regalhälften noch verstärken.
Bergischer Löwe in Silber (2. Platz) für:
Julian Stotko, Voblo GmbH & Co. KG, Velbert
Gewichtiges Sitzmöbel mit Farbkontrast. Der gepolsterte schwarze Zweisitzer fällt durch den kräftigen Rotton der linken Rückenlehne auf. Die "zackige" Kontur der Lehnenoberkante überragt ihr schmaleres Pendant und setzt sich von der geschlossenen, rechtwinkligen Form der übrigen Bauteile ab. Die plakative Farbgebung entspricht dem kraftvollen Gesamtbild.
Bergischer Löwe in Gold (1. Platz) für:
Tobias Schedel, Tischlerei Wolfgang Schneider, Hilden
CD-Regal mit Augenmerk. Zentrales Element ist eine quadratische Aufbewahrungseinheit. Ihre Position als Mite des Stückes, welche die asymmetrischen Ausleger zusammenhält, begründet die farbliche Betonung duch eine rote Acrylglasscheibe. Diese kann nach oben aus ihrer Führung gezogen werden und zusammen mit weiteren Scheiben an beliebiger Stelle in der dazu vorgesehenen Führungsnut, die ornamental an den Außenseiten weitergeführt wird, zwischen den waagerechten Korpussen platziert werden.