geschickt verpackt
Das Thema der Projektwoche der Tischerinnen und Tischler des zweiten Ausbildungsjahres im März 2005.Was in der Natur so leicht als geschickt verpackt daher kommt, das muss sich bei der Gestaltung eines Kleinmöbels erst noch erarbeitet werden. "Verpacken" beinhaltet bei genauerer Betrachtung mehrere Funktionen: das Verschließen, das (sichere) Aufbewahren und das Öffnen. Anders als bei einer Banane soll dieser Ablauf auch noch wiederholt stattfinden können.
So stellte die Umsetzung eine Herausforderung für die Auszubildenden dar.
Herr Dipl.-Ing. Manfred Kiepe, der Formgebungsberater des Fachverbandes tischler nrw, konnte zum Start mit einigen Impulsen und Übungen einen sehr hilfreichen Einstieg in das Thema geben.
Zu den Ergebnissen:
Innerhalb einer Projektwoche wurden zwei Preise ausgelobt:
- für die Gestaltung und
- für die handwerkliche Qualität.
Hier die glücklichen Preisträger:
Zur Gestaltung
(durch die externen Gestaltungsfachleute bewertet):
3. Preis:
Sebastian Hofmann,
Tischlerei Heinz Schulz, Heiligenhaus
Sein von außen fast massiv anmutender Würfel wirft zwei Fragen auf; ist er ohne Gewalt überhaupt zu öffnen und falls ja, wie?
Nur durch zwei präzise Lageveränderungen des Würfels können drei Riegel im Innern verschoben werden, um Antworten zu geben. Durch die äußerst simple Form seiner Ablagekiste aus Multiplex hebt Sebastian Hofmann seine Idee, den durchaus als kleines Geduldspiel geeigneten Verschluss, allein durch seine Funktion deutlich hervor.
2. Preis:
Sergej Jungblut,
Fensterbau
Gierse + Röhrig GmbH,
Velbert
Ein Kästchen, filigran wie sein möglicher Inhalt. Schmuck wird hier auf einem samtenen Kissen präsentiert. Der Einblick in das gläserne Behältnis wird ausschließlich durch tragende Rahmen und Stollen verwehrt. Diese sind nicht minimiert, sondern sind passend zu deren feingliedriger Gestaltung üppiger dimensioniert.
Durch eine oberflächenfüllende, reliefartige Anordnung von geschnitzten Kerben, wird ein optisch und haptisch gelungener Gegenpol zu den verglasten Flächen gebildet. Diese aufwändige Bearbeitung macht das Stück noch wertvoller. Der zum Öffnen verschiebbare Deckel ist durch eine versteckte Mechanik arretiert.
1. Preis:
Daniela Dörner
Schreinerei - Innenausbau
Freudenreich,
Wülfrath
Ungewöhnliche Funktionen erfordern ausgefallenen Lösungen. Die Aufbewahrung von Kutschen-Peitschen findet hier ein ordnendes Mittel. Der zweiteilige Köcher ist über einen Einsatz, der das Innere viertelt geschoben. Der Tragegriff geht aus diesem hervor. Die Ausführung des elegant zylindrischen Korpusses stellte für die Konstrukteurin eine technische Herausforderung dar, denn es wurde ein Papprohr furniert. Die gestreckten Proportionen unterstützen die Leichtigkeit des Behältnisses.
Zur handwerklichen Qualität
(von allen teilnehmenden Auszubildenden bewertet):
3. Preis:
Horst Schnober,
Tischlerei und Akustikbau
Bernd Kicinski,
Wülfrath, Schlüsselkästchen
2. Preis:
Nadine Steinberg,
Tischlerei Planraum,
Haan, Schlüsselkästchen
1. Preis:
Alexander Diel,
Tischlerei
Frank Czasny,
Langenfeld, Weinkoffer

3. Preis:
2. Preis:
1. Preis:
3. Preis:
2. Preis:
1. Preis:
















